
Kattendorfer Hof
Die Betriebsgemeinschaft Kattendorfer Hof, 35 km nördlich von Hamburg, könnte mit ihren rund 150 ha - 110 ha Ackerland, 33 ha Grünland, 3,5 ha Wald - 600 bis 1.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgen.
Seit 1995 wird der Betrieb biologisch-dynamisch bewirtschaftet.
Als in der Anfangszeit 1997 der Hofladen nicht zufriedenstellend anlief, kam Matthias von Mirbach, dem Ackerbauern, im Gespräch mit einer Kundin die Idee einer "Verbraucher-Wirtschaftsgemeinschaft".
Der Viehbestand besteht aus 27 Milchkühen, 3 Zuchtbullen, ca. 65 Jungrindern, 12 Zuchtsauen, 1 Eber, ca. 120 Mastschweine und 5-6 Jungsauen.
Auf den mit 25 - 60 Bodenpunkten (im Schnitt 48) versehen Böden (Braunerde oder humoser Sand) werden Roggen und Dinkel, Kartoffeln, ein vielfältiges Sortiment an Gemüse und Kräutern, sowie Kleegras und Ackerbohnen als Futterbau kultiviert.
In der hofeigenen Käserei wird die Milch zu Butter, Quark, Sahne, Joghurt und zwölf verschiedenen Käsesorten verarbeitet.
Darüber hinaus erhalten die CSA-Mitglieder ein attraktives Fleisch- und Wurstsortiment. Im Vergleich zum Einzelbezug sind die Lebensmittel ca. 10% billiger. Vor allem aber profitieren die Familien von der verschwenderischen Fülle des Sommers.
Bewirtschaftet wird der Kattendorfer Hof von zwei Landwirtschaftsehepaaren, zwei Gehilfen und zwei Auszubildenden, sowie einer drittel Stelle einer Gärtnermeisterin und einer halben Stelle eines Gärtnergehilfen.
Vermarktet wird zu 50 % an die Mitglieder der CSA und zu 50 % an Hofladen, Marktstände, Großhandel sowie das Getreide an Mühle und Bäcker.
Weitere Einnahmenquellen stellen die EU-Subventionen, Landeszuschüsse, sowie die in den Betriebsablauf integrierte Sozialtherapie dar. Des weiteren findet eine Finanzierung über Einzelbürgschaften und Genussscheine statt. Genussscheine sind eine Mischform aus Unternehmensbeteiligung und einem fest verzinsten Wertpapier, wovon die Kuh- und die Kalbaktie eine besondere Form darstellen. (mehr dazu unter: www.kattendorfer-hof.de/Kuh-und_Kalbaktie.html)
Der jährliche Umsatz beläuft sich auf ca. 600.000 €.
Die Wirtschaftsgemeinschaft verbessert die Liquidität des Betriebes, hat aber darüber hinaus keine unmittelbare Auswirkung auf die Finanzierung.
Als Rechtsform hat sich die Wirtschaftsgemeinschaft Kattendorfer Hof für eine GbR entschieden. Land und Gebäude sind im Besitz der gemeinnützigen Stiftung "Das Rauhe Haus".
Einzelheiten zu Produktverteilung, Mitgliedsbeiträgen, Entscheidungsfindung und Schwierigkeiten auf dem Kattendorfer Hof erhalten Sie hier.


