
Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die Bedeutung der gGmbH hat in der Landwirtschaft deutlich abgenommen, seit Stiftungen steuerlich vorteilhafter sind. Dennoch gibt es einige wenige Initiativen, die ihren Hof in dieser Form in eine gemeinnützige Trägerschaft überführt haben.
Beispiel Hansenhof
Der Hansenhof wird seit 1979 biologisch-dynamisch bewirtschaftet. 1992 übertrugen die letzten privaten Eigentümer ihren Hof einer gemeinnützigen GmbH und wurden anschließend Pächter des Betriebes. Die gGmbH hat 18 Gesellschafter/innen, darunter die Stiftung Aktion Kulturland und einige Landwirte. Unabhängig von der Einlagenhöhe hat jeder Gesellschafter eine Stimme. Die Rechtsform wurde v.a. gewählt, weil der Kreis der Verantwortlichen klar benannt und überschaubar sein sollte.
Herr und Frau Jansen behalten ein lebenslanges Wohnrecht. Zur Hofnachfolge ist vereinbart, dass bei gleicher Eignung ein in der Familientradition stehender Bewerber bevorzugt wird. In Fragen der Bewirtschaftung ist der Pächter jedoch ganz selbständig, die GmbH ist nicht weisungsbefugt.


