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Einzelheiten zum Schmitthof

Verteilung der Produkte

Es gibt Verteilstellen, die einmal wöchentlich beliefert werden. Für die Familien werden Kisten gepackt, die bei den Verteilstellen abgeholt werden. Vorhandenes Leergut wird dort wieder eingeladen.

Mitglieder, die in der näheren Umgebung leben, können sich ihre Produkte jederzeit direkt am Hof besorgen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die meisten Mitglieder ihre Produkte donnerstags abholen, da am Tag vor der Lieferung in die Stadt, die meisten Produkte am Hof sind.

Teilweise ernten sich die Mitglieder das Gemüse direkt vom Feld, was für die Landwirte den geringsten Aufwand bedeutet.

 

Bei der Verteilung der Produkte wird weder abgerechnet, noch gewogen. Die Einzelnen nehmen sich, was sie brauchen.

Idealerweise hinterlassen die Mitglieder einen Zettel, auf dem sie mitteilen, welche Produkte sie in der folgenden Wochen benötigen, damit besser kalkuliert werden kann.

Ist von einem Produkt gerade besonders viel vorhanden, wird dies ebenfalls mitgeteilt, so dass die Mitglieder entsprechend mehr davon mitnehmen können.

 

Mitgliedsbeiträge und Entscheidungsfindung

Die Finanzierung des Hofes findet vollständig über die Mitgliedsbeiträge statt. Der benötigte Jahresetat wird bei der Mitgliederversammlung vorgestellt und durch die Beiträge gedeckt.

Die Beitragshöhe steht jedem nach Selbsteinschätzung frei.

Neue Mitglieder, die damit noch Schwierigkeiten haben, werden darin von einem anderen Mitglied unterstützt.

 

Ergeben sich am Jahresende Defizite, werden diese durch Spenden und Beiträge der Mitglieder ausgeglichen. In diesem Zusammenhang
wurde bereits über feste Mindestbeiträge diskutiert.

Die Gemeinschaft kam jedoch immer wieder zu dem Ergebnis, dass ihnen die Freiwilligkeit sehr wichtig ist. Die Beiträge werden halb-, vierteljährlich und, wie von den meisten, monatlich in eine gemeinsame Kasse gezahlt, aus der sich jedeR Verantwortliche frei entnimmt, was er/sie braucht.

 

Der Durchschnittsbeitrag je Monat liegt bei etwa 120 € pro Familie, wobei sich die wenigsten Familien voll über den Hof versorgen. Würden sich alle vollständig über den Hof versorgen, müsste sich der durchschnittliche Beitrag zwischen 80 € und 100 € pro Person bewegen.

 

Der Schmitthof hat etwa 74 Mitgliedsfamilien mit durchschnittlich 3 Personen je Familie. Von diesen wohnen zwei Drittel bis zu 60 km
entfernt, während die restlichen Familien aus der Umgebung kommen. Hiervon sind 10 Mitglieder reine Fördermitglieder. Mit dieser Anzahl an Mitgliedern ist der Schmitthof ausgelastet.

Wartelisten gibt es zur Zeit keine.
Die Fluktuation der Mitglieder ist gering. Die meisten Mitglieder stehen nicht oder wenig mit der Anthroposophie in Verbindung.

 

Da sich vier Versammlungen im Jahr als zu viel herausstellten, gibt es nun halbjährliche Treffen. Zu Christi Himmelfahrt wird vormittags gemeinsam das Hornkieselpräparat ausgebracht und am dritten Oktober ebenfalls gemeinsam Kompost- und Hornmistpräparate hergestellt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen findet dann die Versammlung statt.
Besprochen werden hauptsächlich Finanzen, das Geschehen in der Landwirtschaft und Wünsche.

Die Information der Mitglieder findet über die Protokolle der Veranstaltungen und über regelmäßige Rundbriefe statt. Der Kontakt der Mitglieder und Landwirte zueinander und untereinander ergibt sich über die Lieferungen, das Abholen der Produkte direkt am Hof und durch Mithilfe bei der Arbeit.

 

Die landwirtschaftlichen Entscheidungen werden von den Landwirten getroffen. Entscheidungen, die die Finanzen betreffen, werden gemeinsam mit den Mitgliedern getroffen.

 

Schwierigkeiten

Zu Beginn stellten die unterschiedlichen Vermarktungswege über die Selbstversorgergemeinschaft und die konventionelle Vermarktung eine Schwierigkeit dar. Hierbei war vor allem die Aufteilung der Produkte sowie die Form und der Aufwand von Dokumentation und Buchhaltung zu klären.

 

Die Hauptschwierigkeit der Mitglieder bestand am Anfang in der Selbsteinschätzung bezüglich der finanziellen Beiträge. Es dauerte eine Weile bis das ‚Geld gegen Ware’ - Denken losgelassen werden konnte und zu Hause keine Listen mehr darüber geführt wurden, welche Produkte man erhalten hatte.

Finanzielle Schwierigkeiten bestehen nach wie vor, wofür sich jedoch, im Gegensatz zu früher, jetzt die Gemeinschaft in der Verantwortung sieht.

 

Kontaktadresse

Selbstversorgergemeinschaft Schmitthof

Hauptstr. 17

67808 Weitersweiler

Tel: +49-(0)-6357/350

schmitthof@t-online.de

 

 

 

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