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Einzelheiten zum Buschberghof

Verteilung der Produkte

Verteilt werden die Produkte über lokale Lagerräume, zu deren Vewaltung sich vier bis fünf Haushalte zusammenschließen und deren Umfang durch die Größe eines PKW-Kofferraums bestimmt wird.

Die Abholung der Lebensmitteln vom Hof wird in diesem Fall von den Mitglieder per PKW selber organisiert. Die einzelnen Mitglieder holen sich dann ihren Bedarf aus den Lagerräumen ab.

Bei einer Größe von sechs bis 14 Haushalten werden die Depots über eine große Liefertour, bei denen ein Lieferwagen des Hofes diese Stützpunkte einzeln anfährt, mit den Produkten des Hofes aufgefüllt.

 

Verarbeitete Produkte  werden vorwiegend auf Bestellung geliefert, während Produkte wie Gemüse, Fleisch und Eier vom Hof frei zur Verfügung stehen. 

 

Durch die Bildung einzelner Versorgungsgruppen ist es den Mitglieder selber überlassen, wie sie die Verteilung der Produkte im Einzelnen organisieren. Automatisch führt dies zu einem intensiveren Kontakt der Mitglieder untereinander und gleichzeitig ist eine gewisse soziale Kontrolle, aber auch ein gewisser sozialer Ausgleich möglich.

Für die HofbewirtschafterInnen stellt es zudem eine große Arbeitsentlastung dar, da sie sich um die Einzelheiten der  Produktverteilung nicht weiter kümmern müssen.

 

Mitgliedsbeiträge und Entscheidungsfindung

Auf der Jahreshauptversammlung wird der Jahresetat von den LandwirtInnen vorgestellt und dann von den Geboten der einzelnen Mitglieder gedeckt. Die Beitragshöhe wird nach Selbsteinschätzung festgelegt, wobei Richtsätze zur Orientierung dienen.

In der Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof betragen diese

ca. 150 € im Monat bzw. 75 € für ein Kind. Allerdings sollte niemand aus  finanziellen Gründen ausgeschlossen werden, daher wird auf der Jahreshauptversammlung gemeinsam festgelegt, wer wie viel  beitragen kann und möchte.

Die Lebensmittelmenge ist unabhängig von der Beitragshöhe, sodass die einzelnen Produkte vom Preis entkoppelt werden. Es geht darum den Landwirtschaftsbetrieb als Ganzes zu finanzieren, nicht einzelne Produkte zu bezahlen.

 

Im Jahresetat inbegriffen sind die Gehälter der LandwirtInnen. Vom Schatzmeister wird es vom Konto der Wirtschaftsgemeinschaft an die LandwirtInnen überwiesen, welche ebenfalls nach Selbsteinschätzung festlegen, wie hoch ihr Bedarf ist. Im Falle von Überschüssen am Ende des Jahres werden diese als Spende an den gemeinnützigen Träger abgegeben. 

 

Neben der Jahreshauptversammlung finden monatliche und halbjährliche Treffen statt. Des Weiteren gibt es Hofrundgänge und  gemeinsame Feste am ersten Mai und zu Erntedank.

 

Schwierigkeiten

Im ersten Wirtschaftsjahr 1988 bestand ein Konflikt  zwischen der Versorgung des Hofladens und der Wirtschaftsgemeinschaft mit den Produkten des Hofes. Da dieser nicht gelöst  werden konnte, wurde der Hofladen aufgelöst.

 

Zu Beginn mussten alle Strukturen und organisatorische Einzelheiten, wie z. B. die Zuordnung der richtigen Milchflaschen und –deckel an die jeweiligen Mitglieder, erst erarbeitet werden.

Viele dieser anfänglichen Herausforderungen erscheinen für neu hinzukommende Mitglieder, heute als funktionierende Selbstverständlichkeiten.

 

Des weiteren gab es Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Mitgliedern und den LandwirtInnen auf Grund der räumlichen Entfernung und fehlender gemeinsamer Treffpunkte. Die Informationsweitergabe unterhalb der Mitglieder funktionierte nicht zufriedenstellend und auch unterhalb der LandwirtInnen gab es Schwierigkeiten aufgrund der Wohnsituation.

Zudem stellte eine hohe Fluktuation von Mitgliedern und LandwirtInnen eine Herausforderung dar. 

 

Anfänglich gab es auch Probleme was die Zahlungsmoral und das nötige Verantwortungsgefühl der Mitglieder betrifft, da die ideellen Grundideen der Gemeinschaft nicht immer nachvollzogen werden konnten. In diesem Punkt wurde besonders deutlich, wie groß die Bedeutung einzelner Personen ist, die in der Gemeinschaft wichtige Funktionen als IdeenträgerIn und VermittlerIn inne haben.

 

Bis heute wird immer wieder die Frage nach der Beitragshöhe der Mitglieder aktuell. Es ist schwierig einzuschätzen, welche Beiträge angemessen sind.

 

An verschiedenen Stellen sind immer wieder Veränderungen und Weiterentwicklungen nötig.

 

Kontakt

Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof

Dorfstr. 7

21493 Fuhlenhagen

Tel: +49-(0)-4156-7132

Fax: +49-(0)-4156-818769

hildebrandt.karsten@t-online.de (Landwirtschaft)

wolfgang@straenz.com (Wirtschaftsgemeinschaft)

 

Homepage: www.buschberghof.de

 

Förderpreis Ökologischer Landbau 2009 für den Buschberghof



 

 

 

 

 

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