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Die Abgebenden

Es gibt zunehmend Landwirtsfamilien, die ihren Betrieb als Ganzes erhalten und das Land nicht an den Meistbietenden verpachten, bzw. verkaufen möchten. Das Spektrum der Betriebe ist dabei vielfältig. Vom erfolgreichen landwirtschaftlichen Großbetrieb bis hin zum Resthof mit nur noch geringer Flächenausstattung. Nicht immer wird die sofortige Übergabe des Betriebes angestrebt. Vielfach sind es Betriebe, die wissen, dass keine Nachfolger in der Familie vorhanden sein werden. Diese suchen für eine längere Übergangsphase Kooperationspartner, damit diese sich in den Betrieb einarbeiten und die Altbauern sich zunehmend aus dem Betrieb zurückziehen können. Für die Abgebenden ist dies ein elementarer Schritt, denn für diese ist es wichtig, neue Interessen und Aufgaben zu entwickeln, war doch der bisherige Tagesablauf stark durch die landwirtschaftliche Tätigkeit geprägt.

Dieser Umgang mit der Hofnachfolge ist nicht unumstritten. Widerspricht er doch der gängigen Vorstellung vom Wachsen und Weichen. Dadurch entstehen auch innerhalb der bäuerlichen Gemeinschaft Konflikte, wenn vermeintlich freiwerdende Flächen doch nicht in Wachstumsbetriebe aufgehen und möglichst vielfältige agrarische Strukturen erhalten bleiben.
In Zukunft wird es mehr familienfremde Hofübergaben geben. Derzeit werden nur etwa 3% der Familienbetriebe von Personen bewirtschaftet, die diesen Betrieb nicht geerbt haben. Dennoch bieten gerade außerfamiliäre Hofübergaben für die Landwirtschaft eine große Chance: Nur so ist es möglich, eine vielfältige bäuerliche Kultur zu erhalten, die einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raumes leistet.

 

 

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